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Arbeitsbereich Ehrenamtsentwicklung

Auftrag und Selbstverständnis

Unsere Arbeit ist geprägt von der Überzeugung, dass Kirche und Glaube wesentlich aus dem Engagement und dem Wirken der vielen Getauften erwachsen. Menschen, die bereit sind, sich freiwillig und unentgeltlich im Auftrag der Gemeinschaft und im Geist des Evangeliums einzusetzen, bedürfen der besonderen Unterstützung durch die kirchliche Organisation und deren Funktionsträger. Im freiwilligen, ehrenamtlichen Engagement kommt die Einzigartigkeit und Unverwechselbarkeit der Person zum Ausdruck.

Die Ehrenamtsentwicklung im Bistum Trier versteht sich als integraler Bestandteil der diakonischen Kirchenentwicklung, die das Bistum Trier als Ergebnis der Diözesansynode von 2013 - 2016 angestoßen hat. Eckpunkte dieser Zielsetzung sind:

  • Wir denken vom einzelnen Menschen her, von seinen Begabungen, seinen Lebensumständen, seinen Wünschen.

Das Ziel der Ehrenamtsentwicklung ist es, dass Menschen ihre Kompetenzen einbringen und entwickeln können. Nicht der Mensch soll für eine Aufgabe passend gemacht werden, sondern für den Menschen soll eine passende Aufgabe gefunden werden, in der er wirksam werden kann zum Wohl anderer.

  • Was vor Ort notwendig ist, muss von den Menschen festgestellt werden, die vor Ort leben und sich engagieren.

In einer individualisierten und ausdifferenzierten Gesellschaft, in der wir heute leben, wird es unterschiedliche Formen von Kirchesein geben. Was hilfreich und notwendig ist, erkennen die Menschen an ihren jeweiligen Orten. Ziel der Engagemententwicklung ist es, ihnen dabei Unterstützung zu leisten.

  • Es gibt mehr Engagementfelder als diejenigen, die wir kennen.

Kirche entwickelt sich in offenen Prozessen. Wir kennen die Lebensform einer Kirche der Zukunft noch nicht und bewegen uns in der Gewissheit, dass es auf dem Weg durch die Zeit immer wieder Korrekturen und Neuentdeckungen braucht. Diese weiterentwickelte Form von Kirche entdecken wir durch partizipative Strukturen, in denen nicht immer schon "von oben her" gewusst wird, wie die Dinge zu sein haben. Neue Engagementfelder werden sich entwickeln. Die Bereitschaft zum freiwilligen Engagement ist in unserer Gesellschaft ungebrochen hoch, wie das Bundesfamlienministerium im sogenannten Deutschen Freiwilligensurvey (FWS 2019) feststellt.

Ermöglichung und Beteiligung sind die Schlüssel zur Kirche der Zukunft.

Menschen sind heute nach wie vor in hohem Maße bereit sich zu engagieren. Sie wollen aber genauer wissen als früher, worauf sie sich einlassen: Welche Rolle ihnen zukommt, wie viel Einfluss sie auf Entscheidungen haben, wie lange sie sich binden sollen und wie die Unterstützungsformen aussehen. Ehrenamtsentwicklung hat zum Ziel, beste Rahmenbedingungen für freiwilliges Engagement zu schaffen. Dazu gehören transparente Kommunikation und Information, Aus- und Fortbildungsmöglichkeiten sowie verlässliche Begleitung, die Bereitstellung der erforderlichen Ressourcen und eine gute Willkommens- und Abschiedskultur.