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Ehrenamtsentwicklung im Bistum Trier

Wir unterstützen, beraten und begleiten...

Wahl zum ersten Rat der Pfarrei

Hier finden Sie aktuelle Informationen und Materialien zu den Wahlen zum ersten "Rat der Pfarrei" in den Pfarreien der Zukunft, die 2020 starten.


Entschieden für gemeinsame Verantwortung!

Viele Möglichkeiten in Rat, Verwaltungsteam und Leitungsteam

"EinBlicke" zum ehrenamtlichen Engagement in den Pfarreien der Zukunft

In der Zeitung "EinBlicke 3" zur Synodenumsetzung finden Sie aktuelle Informationen dazu, wie ehrenamtliches Engagement auch im Leitungsteam und im Verwaltungsteam aussehen kann - hier auch online.

Angebote zur Unterstützung ehrenamtlich Engagierter

Der Arbeitsbereich Ehrenamtsentwicklung bietet einen ersten Unterstützungskurs für diejenigen an, die sich beim Rat der Pfarrei für die ehrenamtliche Mitarbeit im Leitungsteam vorstellen und bewerben werden.

Dieses Kursmodul soll ihnen helfen, ihre Kompetenzen und Potentiale, die sie ins Leitungsteam einbringen möchten, gut beschreiben zu können und für ihr vorhandenes Zeitbudget ein entsprechendes Zeitmanagement zu entwickeln. Außerdem bietet der Kurs Unterstützung für eine gute Vorstellung im Rat der Pfarrei an. Das Modul wird an zwei Terminen zur Auswahl angeboten. Die Fahrtkosten werden vom Arbeitsbereich Ehrenamtsentwicklung übernommen.

Zielgruppe: Ehrenamtliche, die sich für die Mitarbeit im Leitungsteam bewerben wollen

Termine und Veranstaltungsorte:

  • 24. bis 25. Januar 2020 im Seminarhaus Studienhaus St. Lambert in Grafschaft-Lantershofen
  • 31. Januar bis 1. Februar 2020 im Robert-Schuman-Haus in Trier
  • jeweils von Freitag, 16.00 Uhr bis Samstag, 17.00 Uhr

Referent: Günter Eilers | Essen - Berater, Coach, Moderator

Veranstalter und Anmeldung: Bischöfliches Generalvikariat Arbeitsbereich Ehrenamtsentwicklung, Mustorstraße 2, 54290 Trier, Telefon 0651/7105-566 - Kontakt per Mail: ehrenamt(at)bistum-trier.de

Videoimpressionen

Ehrenamt im Leitungsteam

  • Interview im "Paulinus"

    Die Pfarreien der Zukunft im Bistum Trier sollen von Teams geleitet werden, die sich aus jeweils drei Hauptamtlichen und bis zu zwei ehrenamtlich Engagierten zusammensetzen. Über das Neue an diesem Konzept und wo man sich darüber informieren kann, hat der „Paulinus“ mit Michaela Tholl, Leiterin des Arbeitsbereichs Ehrenamtsentwicklung im Bischöflichen Generalvikariat, gesprochen.

  • Was bedeutet das neue Leitungskonzept für die Pfarreien der Zukunft für ehrenamtlich Engagierte?

    Dass Ehrenamtliche durch einen Sitz im Leitungsteam an allen zentralen Entscheidungsprozessen der Pfarrei der Zukunft unmittelbar beteiligt sein werden, ist bisher beispiellos innerhalb der deutschen Bistümer. Neben den Mitwirkungsmöglichkeiten in den Gremien bedeutet diese Rolle eine weitere Entwicklungsstufe zu einer beteiligungsorientierten Kirche.

  • Welche Chancen ergeben sich daraus?

    Im Leitungsteam können die ehrenamtlichen Vertreterinnen und Vertreter ihre Perspektiven einbringen, wie Kirchenentwicklung weitergedacht werden kann, und entsprechend mitentscheiden. Das Leitungsteam hat auf diese Weise Personen „mit im Boot“, die eng im Kontakt mit den Menschen in der Pfarrei sind. Darüber hinaus übernehmen die Ehrenamtlichen im Leitungsteam "Modellfunktion" für eine mündige und verantwortungsbereite Kirchenmitgliedschaft. Dies gilt in ähnlicher Weise auch für die Mitarbeit im Rat der Pfarrei.

  • Kann diese gemeinsame Leitung wirklich gleichberechtigt sein?

    Ja, das kann sie auf jeden Fall. Es bedarf dazu klarer Regeln und verabredeter Arbeitsweisen, z. B. wie das Leitungsteam zu Entscheidungen kommt. Das Team muss Rücksicht nehmen auf die zeitlichen Ressourcen der Ehrenamtlichen, und zugleich müssen die hauptberuflichen Mitglieder gut arbeiten können. Ich will die Herausforderung, die in gemeinsamer Leitung steckt, gar nicht kleinreden: Es wird ein miteinander Lernen sein; der Respekt voreinander und eine entsprechende Haltung wird das ermöglichen. Eine gleichberechtigte Mitarbeit im Leitungsteam hängt deshalb auch zu einem gewissen Teil von den konkret Beteiligten ab. Die Führungs- und Leitungskompetenz wird sich schon in der Zusammenarbeit im Team zeigen. Deshalb wird die Begleitung der Leitungsteams am Anfang sehr wichtig sein.

  • Sie haben die Arbeitsweisen schon angesprochen: Was heißt das für die Arbeitsorganisation?

    Eine angemessene Aufgabenverteilung, verlässliche Absprachen, guter Kommunikationsfluss und ein Zeitmanagement, mit dem gewährleistet wird, dass die notwendigen Vereinbarungen gemeinsam getroffen werden können, sind wichtige Eckpfeiler der Arbeitsorganisation. Die Begleitung, Ausstattung und Unterstützung der Ehrenamtlichen ist dabei wichtig. Sie brauchen einen Zugang zum Pfarrbüro und zu allen pfarrlichen Einrichtungen. Sie müssen auch mit der notwendigen Technik ausgestattet sein, kurz: Es muss sichergestellt werden, dass sie alles haben, was sie brauchen, um ihren Dienst gut tun zu können.

  • Kann die Beteiligung von Ehrenamtlichen im Leitungsteam nicht auch eine zeitliche Überforderung bedeuten? Und müssen sie die gleiche Arbeit leisten wie Hauptamtliche - nur unbezahlt?

    Selbstverständlich müssen Ehrenamtliche nicht das Gleiche leisten wie Hauptamtliche. Diese stehen in einem arbeitsrechtlich geregelten Dienstverhältnis. Neben der zu erbringenden Arbeitszeit und der Sicherung des Lebensunterhalts sind bei den Hauptamtlichen die fachlichen Anforderungen, die Aufgaben und der verbindliche Gewährleistungsrahmen geregelt. Bei den Ehrenamtlichen ist es grundsätzlich so, dass sie ihre Zeit und Kompetenzen freiwillig einbringen, in der Regel neben Beruf und Familienarbeit. Deshalb beginnt bei der Rücksichtnahme auf die zeitlichen Ressourcen der Ehrenamtlichen schon die Wertschätzung und Anerkennung. Weil ehrenamtliches Engagement unentgeltlich ist, müssen bestmögliche Rahmenbedingungen hergestellt werden. Das bedeutet für die Engagierten im Leitungsteam, dass entsprechende Qualifikationen kostenfrei gewährleistet und dass die nötige Ausrüstung bereitgestellt wird. Fahrtkostenregelungen sind zu klären und die Engagierten werden, wenn sie möchten, im Pfarrbüro einen Arbeitsplatz haben.

  • Welche Unterstützung und Begleitung bietet der Arbeitsbereich Ehrenamtsentwicklung an?

    Gemeinsam mit dem Arbeitsbereich Personalentwicklung werden wir verschiedene Module zur Qualifizierung entwickeln. Themen solcher Module sind zum Beispiel: Wie gelingt der Prozess der Teamfindung gemeinsam mit den Hauptberuflichen? Wie kann Augenhöhe in der Zusammenarbeit gewährleisten werden? Welche Hilfen zur Arbeitszeitorganisation braucht es? Die Begleitung wird durch die Hauptamtlichen im Leitungsteam und unseren Arbeitsbereich erfolgen. Neben den begleitenden Fortbildungen sind Supervision und Coaching selbstverständlich.

Neues Leben an einem Ort von Kirche: KulturKapelle Korlingen

Passend anders: Gottesdienste in Schwirzheim

Aktuelles Kursangebot

  • Messdienerarbeit ist mehr

    Kurs 17:
    Hilfreiche Konzepte und Ideen für die Messdienerarbeit. Das Mehr entdecken jenseits von Messdienerausflug und Dienst am Altar.
    Termine
    18. Oktober Vallendar  Faltblatt
    22.November Wallerfangen Faltblatt


     

  • Wozu sind wir Kirche im Bistum Trier? - Eine Kolumne von Christel Schmitt, Ehrenamtliche in der Hospizarbeit

    für "Das Wort zum Alltag" am 3. Oktober 2018 in der Saarbrücker Zeitung

    Wozu sind wir Kirche im Bistum Trier?

    Mit dieser Frage müssen wir uns auseinandersetzen. Die Trierer Bistumssynode hat damit begonnen, ernsthafte Antworten zu suchen, die den Menschen (und der Kirche selbst) Hilfe und Orientierung geben. Um herauszufinden, wozu wir Kirche sind, müssen wir die Begegnung mit „den Anderen“ und „dem Anderen“ suchen. Das haben wir bisher meistens vermieden, um unsere Gewohnheiten und unser Erscheinungsbild nicht in Frage stellen zu müssen.

    Ich bin mir sicher, dass die Kirche die Veränderungen aktiv gestalten muss und nicht einfach nur abwarten darf, bis die Entwicklungen über sie hereinbrechen. Dazu gehört auch viel Unsicherheit, weil wir ja nicht genau wissen, wie die Zukunft aussehen wird. Voraussetzen möchte ich aber, dass ohne die Haltung des Gottvertrauens überhaupt keine Kirche möglich ist.
    Was mich momentan in Gesprächen und Veröffentlichungen sehr irritiert, sind nicht die kritischen Auseinandersetzungen mit der Synode und ihren Beschlüssen. Darin drückt sich ja die Unsicherheit aus über das, was kommen wird. Was mich jedoch ärgert sind die Thesen, dass durch die Neuausrichtung des Bistums Trier die Ehrenamtlichen ihre Arbeit hinschmeißen würden. Für mich und viele andere kann ich sagen: Ich bin gerne ehrenamtlich unterwegs, z. B. im Krankenhaus oder Altenheim, in der Hospizarbeit, im Besuchsdienst oder in der Flüchtlingsarbeit. Durch dieses Engagement geben wir der Kirche ein Gesicht. Und wir schaffen neue „Kirchorte“. Ich möchte nicht, dass das Ehrenamt dazu missbraucht wird, um Kritik an bestimmten Einzelfragen zu untermauern, vor allem wenn es um die Neugestaltung von Verwaltungsstrukturen geht. Man darf an dieser Stelle nicht verallgemeinern und sollte achtsamer differenzieren.

    Der ehrenamtliche Einsatz ist für viele in ganz unterschiedlichen Bereichen Engagierte eine Herzensangelegenheit. Meine Motivation ist, für Menschen in schwierigen Lebenssituationen da zu sein – gleich welcher Hautfarbe und Religionszugehörigkeit. Im Mittelpunkt steht die Sorge für den Anderen. Dabei spielt es keine entscheidende Rolle, wie meine Pfarrei der Zukunft genau aussehen wird. Die Entscheidung, in welchen Dörfern oder Einrichtungen ich mich engagiere, ist davon unabhängig. Was mir wichtig ist, ist eine gute und wertschätzende Begleitung meiner ehrenamtlichen Arbeit. Und die sehe ich auch in Zukunft gewährleistet.

    Ich wünsche uns bei aller Kritik und trotz harter Debatten genügend Besonnenheit. Geben wir der Kirche auf ihrem Weg in die Zukunft eine Chance. Denn wir wissen, dass wir die Gegenwart nicht bewahren können. Während der Synode fühlte ich mich mit Meister Eckhart verbunden, der sagte: „Und plötzlich weißt du, es ist Zeit etwas Neues zu beginnen“. Und trotzdem bedeutet das auch, dass Altes und Vertrautes bleiben darf.